Amerikanische Autos
Heckflossen und üppiger Chromverzierung, galten in Deutschland einst als Zuhälterautos oder Protzkarre. Dieses Image haben Mustangs, Camaros, Firebirds und Cadillacs längst abgelegt. Manche der US-Klassiker sind sogar günstig zu bekommen. Doch das sportliche Fahren ist nicht selten auch mit Stress, Anstrengung und Lärm verbunden. Genau das Gegenteil von dem also, was amerikanische Autos traditionell bieten. Ein extrem lautloses Fahren in luxuriöser Umgebung, das Auto scheint selbst auf unebenen Straßen zu schweben.
Doch so bekannt diese Namen auch sind, andere US-Klassiker sind noch weitaus begehrter. Zum einen der Ford Mustang, das populärste Auto aber ist die Chevrolet Corvette. Hier zielt das Interesse vor allen auf die in den Siebzigern übliche Karosserie mit der so genannten Cola-Flaschen-Form. "Diese Modelle sind günstiger als die klassischen Corvettes." Trotzdem müssen mindestens 15.000 Euro eingeplant werden - nach oben gibt es kaum Grenzen.
In Europa fristeten klassische
US-Autos bislang eher ein Nischendasein, doch mittlerweile wächst auch
hierzulande das Interesse am Amischlitten traditioneller Bauart.
In
Amerika boomt der Markt: USA Autos sind dort so beliebt wie nirgendwo
sonst auf der Welt. 16 Millionen Autos der Marke American Dreamcars
werden dort jährlich verkauft. Weltweit behaupten die amerikanischen
Autos quantitativ die Spitze der Rangliste. Doch warum gibt es in
Deutschland kaum amerikanische Autos auf den Straßen zu sehen?
Um
kaum ein zweites Auto wird so ein Hype gemacht wie um den Mustang.
In etlichen Kinofilmen ist er zu sehen und wird bewundert von seinen männlichen Fans, doch auf deutschen Straßen ist dieser Wagen dafür verhältnismäßig wenig vertreten. Ähnlich verhält es sich mit Cadillacs und Dodges. Die Fans der USA Autos schätzen vor allem das markante und einzigartige Design der Wagen. Dieses hebt sich deutlich von den Fahrzeugen asiatischer oder deutscher Hersteller ab: bullig und eckig, kantig und hemdsärmelig kommen die Wagen daher. Für viele spielt da die eher minderwertige Technik keine Rolle mehr, denn auch qualitativ lassen sich die Autos nicht mit den hochwertigen deutschen Wagen vergleichen: Eher ältere Motoren, schlechtere Achskonstruktionen, veraltete Automatikgetriebe und eine deutlich schlechtere Verarbeitung sprechen gegen die Wagen. Ein bedeutender Teil der Technik, die unter den US-Motorhauben steckt, kommt aus Deutschland, das Land, das als das anspruchsvollste Autoherstellerland gilt.

